BKBW vom Sichtbeton-Erlebnisse 1. Güte

Am Dienstag der letzten Schulwoche des ersten Lehrjahr unternahm die Stahlbetonbauerklasse eine Fahrt zur sogenannten Raketenstation südlich von Neuss:
14 Schüler, zusammen mit ihrem Religionslehrer Ralf Herbertz und den beiden Bautechniklehrern erlebten dabei gemeinsam eine spannende Exkursion zum Gelände der ehemaligen NATO Mittelstreckenraketen im Rheinland. Bis zum Ende des kalten Krieges war hier Sperrgebiet. Nach einigen Jahren Brache, übernahm 1994 Karl – Heinrich Müller, ein Kunstmäzen aus Düsseldorf das weitläufige Areal, um es in einen Ort der Kunst umzuwidmen.
Warum aber interessieren sich angehende Hochbauer des Betonfaches dafür? Die Erklärung ist einfach: Sichtbeton!
Der japanische Architekt Tadao Ando schuf hier herausragende Betonstrukturen. Insbesondere das museal genutzte Gebäude der "Langen Foundation" weist außen wie innen Betonoberflächen erster Güte auf; diese galt es gemeinsam zu erkunden, zu entdecken und zu erfahren. Hierbei half die fachkundige Führung von Bautechniklehrer Harald Hoeske den interessierten Schülern in den Entwurfsgedanken des Japaners und dessen betontechnologische Umsetzung. Exemplarisch sei auf die Fassadenstrukturierung hingewiesen, die sich in ihrer Rasterung auf das klassische Maß der japanischen Tatami Reisstrohmatten bezieht.
Alle Beteiligten waren sich am Ende der Führung einig, dass das "raus-aus-dem-Klassenzimmer“ kurz vor der Sommerpause lohnenswert und lehrreich war und auch der Klassengemeinschaft gutgetan hat.